Start Orte und Ortsfamilienbücher Oberamt Karlsruhe

Die Oberämter Karlsruhe und Durlach sind Teil der Landvogtei Karlsburg. Diese wurde von einem adeligen Beamten, dem Vogt (auch Voigt oder Fauth) geführtZum Oberamt Karlsruhe zählten die heutigen Stadtteile BeiertheimKnielingen, Mühlburg und Rüppur sowie die Gemeinden, Blankenloch, Eggenstein, Friedrichstal, Hochstetten, Leopoldshafen, Linkenheim und Mutschelbach.

 

Bis 1803 wurden das Oberamt Durlach und das Bezirksamt Karlsruhe in Personalunion geführt.

  

 

Rüppurr

alt

ist heute ein Stadtteil im südlichen Karlsruhe

Eingemeindung: 01.01.1907, Einwohner ca. 11.000

PLZ 76199

Rüppurr im deutschen Genwiki

Rüppurr auf Wikipedia.de

 

Standesbücher online im Generallandesarchiv Karlsruhe: Rüppurr ev.Gemeinde Standesbuch

1793 und 1800-1809 1810-1829 1830-1845 1846-1850

 

Digitale Aufnahmen der Kirchenbücher Susanne Tomek u. Jürgen Wißwässer

 

Das Ortsfamilienbuch Rüppurr wird erstellt von Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Bearbeitungsstand Februar 2017: Ehebücher; Taufbücher und Sterbebücher sind bis einschl. 1880 transkribiert und verkartet. Geplanter Erscheinungstermin ist Ende 2017/Anfang 2018

 

Einwohnerliste Rüppurr 1725 (c) 2014 Susanne Tomek

Einwohnerliste Rüppurr 1805 mit Statistiken (c) 2014 Susanne Tomek

 

Liedolsheim

Wappen Liedolsheim

 

 

 

 

 

 

Titel:

Autor / Hrsg.:

Erscheinungsjahr: 

Umfang:

ISBN:

ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Dettenheim

Eingliederung 01.01.1975

PLZ 76706

Liedolsheim im deutschen Genwiki

 

Ortsfamilienbuch Liedolsheim

 

Liedolsheimer Familien, Ortssippenbuch 1734 - 1920

Wilhelm Lang

2012

860 Seiten

 

 

Liedolsheim, evangelische und israelitische Gemeinde: Standesbuch online im Generallandesarchiv:  1783, 1790, 1800-1809 / 1810-1829 / 1830-1845 / 1846-18571858-1865 1866-1869

 

Wann und von wem wurde Liedolsheim gegründet (c) 2015 Michael Niederle

 

Im Jahr 985 n. Chr. eignete sich Herzog Otto I. von Kärnten, genannt Otto, I. von Worms (†04.11.1004) aus dem Geschlecht der Salier verschiedene Orte am Mittel-und Oberrhein an. Das ging als "salischer Kirchenraub" in die Geschichte ein, auch wenn es sich nicht um einen wirklichen Raub sondern vielmehr um eine Besitzumverteilung der kaiserlichen Vormundschafts-Regierung (Otto III. war damals noch ein Kind) handelte. In diesem Zuge wurde Liedolsheim dem Kloster Weißenburg im Elsaß entzogen und damit erstmals urkundlich erwähnt.

 

Liedolsheim wurde in dem "Codex Edelini" des Kloster Weißenburg als "Liutoluesheim" bezeichnet. Die Buchstaben "u" und "v" lassen sich in mittelalterlichen Schriften nur sehr schwer unterscheiden. Es könnte also auch "Liutolvesheim" heißen. "Heim" ist typisch für eine fränkische Ortsgründung. Davor stand eine sachliche Gegebenheit oder aber der Name des Gründers der Siedlung.  In diesem Fall also "Heim des Liutolv". Man darf sich das Mittelalter nicht so vorstellen, dass irgendwer irgendwo einen Ort gründen konnte. Vielmehr war das einigen wenigen Herrschern und Heerführern vorbehalten. Das Volk selbst, die Bauern, waren in der Regel unfrei und beackerten das Land und die Höfe ihrer Herren. Es gilt also einen fränkischen Führer zu finden, der die Mittel und Möglichkeiten hatte, hier in der Region eine Siedlung zu gründen.  

 

Im Mittelalter schrieben die Schreiber das auf, was sie verstanden und auch so, wie sie es interpretierten. "Liutolv" könnte also auch "Liutolf" geheißen haben. Tatsächlich kennt die Geschichte sechs "Liutolfs" oder "Liudolfs": Liudolf (* 805 oder 806 † 11. oder 12.03.866) Graf in Sachsen, Liudolf von 974 bis 983 n. Chr. Abt von Werden und Helmstedt, Liudolf von Trier (* in Erpostede bei Stecklenberg † 7.04.1008 in Erpostede) von 994 bis 1008 Erzbischof von Trier, Liudolf von Brauweiler († 11.04.1031) Vogt der Abtei Brauweiler und Liudolf († 23. April 1038) Graf in Friesland.

 

Von keinem der genannten ist in irgend einer Weise überliefert, dass er jemals hier in der Gegend gewesen wäre. Bei der Frage nach dem Gründer Liedolsheims kommt nur ein Einziger in Frage: Liudolf, auch Liutolf (*um 930 wahrscheinlich in Magdeburg †06.09.957 in Pombia, Italien). Liudolf war der älteste Sohn des sächsischen Herzogs und ostfränkischen Königs Otto des Großen (*23. 11.912 † 07. 05.973 in Memleben) und entstammte der 929 n. Chr. geschlossenen ersten Ehe Ottos mit Edgitha von England (*910 in England; † 29.01.946 in Magdeburg). Er war von 950 - 954 n. Chr. Herzog von Schwaben. Zu Schwaben gehörte damals auch Churrätien und Allemannien, das Gebiet am Oberrhein. Roswitha von Gandersheim, Kanonissin des Stiftes Gandersheim,  beschrieb ihn als „sanftmütig, milde und demütig, klug und überaus weise".

 

Luidolfs Vater, Otto der Große, hatte nach dem Tod Egithas in zweiter Ehe Adelheid von Burgund (* 931/932 in Hochburgund † 16.12.999 im Kloster Selz im Elsass), die junge Witwe des Königs Lothar II. (* um 928 † 22.11.950 in Turin) von Italien geheiratet. Sie hatte, von ihren Verfolgern gedrängt, um die Hilfe König Ottos gebeten und ihm, damals Witwer, ihre Hand zusammen mit der Herrschaft über Italien anbieten lassen. Otto folgte diesem Ruf, wurde der Befreier Adelheids, nahm von dem lombardischen Reich Besitz und kam im Frühjahr 952 n. Chr. mit seiner neuen Gemahlin nach Deutschland zurück.

 

Durch die zärtliche Zuneigung, die König Otto der Große seiner zweiten Ehefrau ständig zukommen ließ, glaubte sich der zu dieser Zeit zwanzigjährige Liudolf aus der Liebe seines Vaters verdrängt. Er war besorgt, dass er, als ein vor der Thronbesteigung Ottos Geborener, in der Reichsnachfolge zurückstehen zu müssen, wenn diesem in zweiter Ehe weitere Söhne geboren würden.

 

Zunächst jedoch wandte sich sein Groll gegen den Bruder seines Vaters, seinen Onkel Heinrich (* 919 - 922 in Nordhausen † 01. 11.955 in Pöhlde). Heinrich hatte 940 n. Chr. das Herzogtum Lothringen erhalten, seine Herrschaft jedoch nicht behaupten können, weshalb ihm dieses wieder aberkannt wurde. Ostern 941 n. Chr. hatte er dann versucht König Otto in der Königspfalz Quedlinburg zu ermorden um selbst an dessen Stelle zu treten. Der Anschlag wurde jedoch entdeckt, Heinrich in Ingelheim gefangengehalten und zu Weihnachten 941 n. Chr. in Frankfurt am Main nach einer reuevollen Buße begnadigt. 948 n. Chr. wurde er dann mit dem Herzogtum Bayern (seine Gemahlin Judith war eine bayrische Fürstin) belehnt und behauptete sich in den Ungarnkriegen. Als Brautwerber seines Bruders geleitete er Adelheid von Burgund im Jahr 951 n. Chr. nach Pavia. Nach seiner reuevollen Buße und seiner Begnadigung hatte er Ottos unbeschränktes Vertrauen und nun auch das der Königin erworben.

 

Liudolf und Heinrich waren schon zuvor über die Grenzen ihrer Herzogtümer, Schwaben und Bayern, in Streit geraten. Als die Eifersucht gegenüber Adelheid dann immer mehr entbrannte, verbündete sich Liudolf mit dem ebenfalls unzufriedenen Schwiegersohn des Königs, dem Ehemann seiner verstorbenen Schwester Luitgard, Herzog Konrad von Lothringen, auch Konrad der Rote genannt (*um 922 †10.08.955) sowie dem Erzbischof Friedrich von Mainz (*vor 937 †25.10.954 in Mainz). Ihr gemeinsames Ziel war es, Heinrich fest zu setzen und, wenn der König ihm zu Hilfe käme, auch diesem die Stirn zu bieten. König Otto dem Großen wurden diese Pläne zugetragen und er berief Liudolf und Konrad nach Mainz ein. Dort betonten beide zwar, dass ihre Rüstung nicht gegen ihn, den König, gerichtet sei, äußerten jedoch ohne Rückhalt ihr Vorhaben, den Herzog Heinrich fest setzen zu wollen, wenn dieser sich zu Ostern am königlichen Hoflager zu Ingelheim einfinden würde.

 

König Otto der Große rief daraufhin einen Reichstag zu Fritzlar aus. Nachdem Liudolf und Konrad sich aber weigerten auf dem Reichstage zu erscheinen, wurden sie von König Otto als Herzöge abgesetzt. Danach brach im Sommer 953 n. Chr. die offene Fehde aus. Im Verlaufe derselben bemächtigte sich Liudolf der festen Städte des Bayernherzogs Heinrich, insbesondere der Hauptstadt Regensburg, die fortan zum Mittelpunkt des Kampfes wurde und dreimal von Otto dem Großen hart belagert wurde. Letzendlich musste sich Regensburg ergeben.

 

Als die Heere sich schließlich an der Iller zu einer neuen, entscheidenden Schlacht gegenüberstanden, wurde ein Waffenstillstand vermittelt. Dieser sah vor, dass Liudolf sich auf einem Reichstag zu Fritzlar stellen sollte, um dort den königlichen Ausspruch zu erwarten. Im Herbst 954 n. Chr. war König Otto der Große zu Sonnenveld in Thüringen auf der Jagd. Da erschien Liudolf, der ihm nachgezogen war, barfuß und warf sich vor ihm nieder. Der Vater und alle Anwesenden wurden, wie der Chronist berichtet, vom "Flehen des reuigen Sohnes zu Tränen gerührt". Liudolf wurde begnadigt, das Herzogtum Schwaben erhielt er jedoch nicht wieder zurück.

 

952 und 953 n. Chr. war Liudolf hier in dieser Region. Er hatte sowohl die Mittel als auch die Möglichkeiten eine neue Siedlung zu gründen und dieser seinen Namen zu geben. Alles spricht dafür, dass Liudolf, Herzog von Schwaben, der Gründer Liedolsheims war. Liudolf war übrigens schon einmal als Ortsgründer in Erscheinung getreten: Er hatte ein Gestüt errichten lassen - Stuotgarten, das heutige Stuttgart. Auch die Gründung von Esslingen wird ihm zugeschrieben.

 

Literatur

  • Ruotger und der Aufstand Liudolfs von Schwaben, Jung, Friedrich
  • Der Konflikt zwischen Otto I. und seinem Sohn Liudolf als Problem der zeitgenössischen Geschichtsschreibung, Sonnleitner, Käthe.

 

Liudolf in Wikipedia

Liudolf im Mittelalter Lexikon

 

Friedrichstal

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ist heute ein Stadtteil der Stadt Stutensee

Eingliederung: 01.01.1975, ca. 5.100 Einwohner

PLZ 76297

Friedrichstal im deutschen Genwiki

Friedrichstal in Wikipedia 

 

Die Waldenser auf ihrem Weg aus dem Val Cluson durch die Schweiz nach Deutschland; 5 (Teile 6,1 6,2 5,1 6,3 und 6,4) - Die Ortssippenbücher der badischen Kolonien (Hugenotten u. Wallonen) 1699-1809/27

 

Untertitel:

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Autor / Hrsg.:

Erscheinungsjahr:

Umfang:

ISBN:

Friedrichstal, Welschneureut, Auerbach, Pforzheim, Augustistadt-Gochsheim

Kiefner, Theo  

2002 

554 Seiten

3-9806682-3-1

 

Friedrichstal entstand ab 1699 durch Glaubensflüchtlinge aus Belgien, Nordfrankreich und der Schweiz. Die sogenannten Hugenotten waren nach dem Edikt von Fontainebleau aus ihrer Heimat geflohen und erhielten von Markgraf Friedrich Magnus von Baden-Durlach eine neue Heimat durch überlassenes Land im gerodeten Hardtwald. Daher stammt auch der Name Friedrichstal.

 

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Hochstetten

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ist heute ein Ortsteil von Linkenheim-Hochstetten

17 km nördlich von Karlsruhe

Eingliederung: 01.01.1975

PLZ 76351

Hochstetten im deutschen Genwiki

Hochstetten in Wikipedia

 

von Hochstetten gibt es das derzeit einzige in Baden-Durlach Unterland bestehende Online-Ortsfamilienbuch

Online OFB Hochstetten

 

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Rußheim

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ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Dettenheim

Eingliederung 01.01.1975

PLZ 76706

Rußheim im deutschen Genwiki

 

Lang, Wilhelm Ludwig: Rußheimer Familien : Ortssippenbuch 1692 bis 1920  

 

Titel:

Autor / Hrsg.:

Erscheinungsjahr: 

Umfang:

ISBN:

Rußheimer Familien : Ortssippenbuch 1692 bis 1920 

Lang, Wilhelm Ludwig / Gemeinde Dettenheim 

2003

784 Seiten

3-00-008164-X

 

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