Start Orte und Ortsfamilienbücher Oberamt Durlach

Die Oberämter Durlach und Karlsruhe sind Teil der Landvogtei Karlsburg. Diese wurde von einem adeligen Beamten, dem Vogt (auch Voigt oder Fauth) geführt. Zum Oberamt Durlach gehörten die Orte Aue, Berghausen, Büchig, Durlach, Grötzingen, Grünwetters-bach, Hagsfeld, Hohenwettersbach, Palmbach, Rintheim, Söllingen, Spöck, Staffort, Weingarten und Wolfartsweier. 1809 kam Stupferich, 1821 Singen, Königsbach und Wilferdingen dazu

 

Das Oberamt Durlach hatte 1803 14.674 Einwohner. Bis 1803 wurden das Oberamt Durlach und das Bezirksamt Karlsruhe in Personalunion geführt. 

 

Topographische Landkarte des Oberamt Durlach im Landesarchiv Baden-Württemberg

 

Hohenwettersbach

alt

ist heute ein Stadtteil von Karlsruhe.

Eingemeindung: 01.01.1972, Einwohner ca. 2.800

PLZ 76228

Hohenwettersbach im deutschen Genwiki

 

 

Hohenwettersbach, evangelische Gemeinde - Standesbücher online im Generallandesarchiv

1800-1820 / 1821-1850 / 1851-1869

 

Hohenwettersbach wird zum ersten Mal als Dürrenwettersbach in einer Urkunde des Grafen Otto von Eberstein vom 09.02.1262 genannt, in der dieser "die Hälfte seines Hofes in Dürrenwettersbach mit allem Zugehör, sowie seinen ganzen Besitz daselbst, seine Eigenleute und das Herbergsrecht ausgenommen, zum Seelenheil seiner verstorbenen Gemahlin Beatrix dem Kloster Herrenalb überlässt". Am 25.05.1281 verpfändete der Graf von Eberstein Dürrenwettersbach an Markgraf Herrmann von Baden.
 

"Im Jahr 1295 verkaufte Markgraf Hesso dem Abt und Convent zu Herrenalb die Todtengefäße daselbst. Im Jahr 1346 verkaufte Albrecht Kechler von Rüdenberg seine Güther daselbst an Graf Eberhard und Ulrich von Württemberg. Im Jahr 1384 verkaufte Graf Conrad von Vaihingen und Johann, sein Sohn, ihre Güter und Zehenden daselbst an Wolfram von Nellenburg, Deutsch-Ordensmeister, für 2600 kleine Goldgulden. Den 8ten März an. 1538 hat Herzog Ulrich zu Württemberg der Gemeinde Grünwettersbach seinen Hof zu Dürrenwettersbach mit zwey Wohnhäusern, Scheuern und vielen Güthern erblich verliehen, gegen eine jährliche Gülte von 20 Malter Roggen, 20 Malter Dinkel und 20 Malter Hafer, Pforzheimer Meeß. Der Flecken Dürrenwettersbach gehörte damals zur Markgrafshaft Baaden. ... anno 1615 brannte das Dorf in wenigen Stunden bis auf fünf Häusern ab, woher die Einwohner alle ihre Früchte und Hausrath verloren haben. Der Markgraf Georg Friedrich ließ daher in allen Kirchen seiner Lande eine Collecte für diese Unglückliche sammeln, die jedoch sich genöthigt sahen, wegen bald nachgefolgten Kriegszeiten ihre Heimath zu verlassen, wodurch die Güther, die zu dem Dorf gehörten, öd liegen blieben.

 

Die Höfe aber, die schon vor dem Brand bestanden haben, und wovon der württembergische allein 302 Morgen bestand, scheinen sich nach dem Brand vermehrt zu haben. Anno 1683 kaufte der Oberstallmeister von Tertii einen Hof daselbst von dem Spital Ettlingen für 50fl. und den 12ten Februar 1685 einen Hof von dem Kloster Lichtenthal daselbst für 180fl. Anno 1687 trat Württemberg seinen Hof zu Dürrenwettersbach mit Behausungen, Scheuern und Gütern an den Markgraf Friedrich Magnus von Baden ab, der ihn seinem Oberstallmeister Michael Angelo von Tertii als Geschenk gab. Den 24. März an. 1706 kaufte Markgraf Carl Wilhelm zu Baaden nach dem Tod des Herren von Tertii, von dessen hinterlassenen Witwe Lucretia von Tertii und Kronenthal, einer gebohrenen von Bellin, unter Beystand Christoph Friedrichs von Tegernau dieses Guth, welches damals in 800 Morgen bestand, um 6500 fl., vereinigte noch mehrere Güter damit, und gab das ganze samt allen Rechten und Gerechtigkeiten den 10. April an. 1715 seiner mit Eberhardine von Massenbach erzeugten Tochter Caroline Louise von Wangen zu einem Kunkellehen, durch welches dieses Guth anno 1725 auf die Familie Schilling von Canstatt kam.

 

... Seit 1725 ist das Ort im das dreyfache angewachsen. ... Ein einziger Brunnen, meist in Felsen gehauen, an. 1717 gegraben, versorgt das ganze Ort mit Trinkwasser; ausser diesem ist einer für das Rindvieh, der aber nur von stehendem Wasser aus einem See Zufluß hat. Seit an. 1714 ist eine Schule im Ort, und seit 1742 eine lutherische Kirche, die von Durlach aus versehen wird. In älteren Zeiten war das Ort ein Filial von Wolfarthsweier, nachher von Grünwettersbach." (aus Geschlechts Beschreibung derer Familien von Schilling bearbeitet von Carl Friedrich Schilling von Cannstadt, 1807)

 

Ehebuch der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Grünwettersbach 1649-1765 (1,2 MB) mit Einträgen aus Hohenwettersbach (c) 2014 Armin G. Meyer